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Wirbelsäulenverletzungen
Definition: Meist indirekte Gewalteinwirkung kann Weichteile oder knöcherne Elemente allein oder in Kombination schädigen: Kontusion (Prellungen), Distorsion, Luxation, Fraktur, Luxationsfraktur.
Wirbelfrakturen:
häufigste Lokalisation L1 /Th 12. Zu unterscheiden: Kompressionsbrüche (meist durch Biegung), Berstungsbrüche (vertikale Gewalteinwirkung). Für Therapie und Prognose entscheidend: stabile und instabile Fraktur, richtet sich nach der anatomischen Lokalisation (Dreisäulen-theorie: stabilitätsgefährdet sind vor allem Brüche zwischen hinterem Wirbelkörper-drittel, Bogen und Gelenkfortsätzen). Dislokation ohne Knochenverletzung kommt praktisch nur an der HWS vor (vor allem Okziput-Atlas-C1/2). Komplikationen: Spinalwurzelläsionen, partielles oder komplettes Querschnitts-syndrom, Hämatomyelie. Schleudertrauma der HWS durch Kraftstoß von dorsal (Auffahrunfälle!) mit Hyperextensions-,Hyperflexions-Mechanismus.
Verletzungen der Halswirbelsäule
Therapie bei stumpfen Traumen der HWS ohne Knochenverletzung: Ruhe, Analgetika, abstützende Orthese; bei stabilen Frakturen feste Zervikalstütze oder Kopf-Thorax-Gipsverband; bei instabilen Frakturen Extension mit Crutchfield-Klammer oder Halo Jackett, danach Minerva oder Diademgips, ggf. operative Revision und instrumentelle Fusion.
Frakturen der Brust- und Lendenwirbelsäule
Bei stumpfen Traumen der BWS und LWS ohne Knochen und Nervenbeteiligung: Schonung bzw. Ruhelagerung, frühzeitige Krankengymnastik; bei stabilen Frakturen Lagerung in leichter Lordosierung 2 4 Wochen, dann Dreipunktkorsett und Physiotherapie; instabile Frakturen benötigen mindestens 8 - 12 Wochen Liegezeit (mit zusätzlichen Problemen: Dekubitus, urologische Infek-tionen, Obstipation, reflek-torische Darmparalyse, Gefäß-thrombose!) oder (meist besser) operative Einrichtung und Osteosynthese.
Schipperkrankheit
Ermüdungsfraktur der Dornfortsätze, meist des 7. Halswirbels,(Vertebral prominens) bedingt durch ungewohnt schwere Arbeit. Therapie: keine
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