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Spondylitis, Spondylodiszitis
Definition: Spezifische oder unspezifische Entzündungen der Wirbelkörper (Spondylitis) und der Bandscheiben. Meist manifestiert sich die Erkrankung in einem Bewegungssegment, d.h. eine Bandscheibe mit angrenzenden Wirbelkörperabschlussplatten (Spondylodiszitis) ist entzündlich verändert.
Spondylitis infectiosa (Bakterielle Spondylitis)
Unspezifische Infektion mit Eitererregern: extrem selten in der Kindheit durch hämatogene Aussaat (wie kindliche Osteomyelitis). Bei Erwachsenen gelegentlich direkte Keimeinschleppung bei Operationen und Punktionen: Eingangspforte Bandscheibe (Spondylodiszitis). Rückenschmerzen 3 4 Wochen nach einem Eingriff, chronischer Verlauf, gewöhnlich keine Abzessbildung. Erreger meistens Staphylococcus aureus. Diagnostik: Röntgen: Verschmälerung des Intervertebralraumes, Osteolysen neben bald erscheinenden reparativen Zeichen. Ausheilung unter Verwachsung (Blockbildung). Therapie: Ruhigstellung, Antibiotika.
Spondylitis tuberculosa
Heute sehr selten. Hämatogener Befall eines oder mehrerer Wirbelkörper. Höhlenbildung durch Einschmelzung, Einbruch in den Intervertebralraum, paravertebraler und Senkungsabszeß, Fistelneigung. Wirbelzusammenbruch: Gibbus. Ausheilung durch knöcherne Verbindung mit Nachbarwirbel (Blockbildung).
Therapie: Ruhigstellung (Liegeschale!), Tuberkulostatika, Stützkorsett. Operativ: Herdausräumung, Abszessdrainage, evtl. Spondylodese
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