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Thum & Wilharm KG, Orthopädietechnik Hamburg
Orthesen & Schienen

Eine Orthese ist eine von Orthopädie-Technikern, meist in Maßanfertigung, hergestellte Hilfe aus unterschiedlichen Materialien, wie Kunststoffen (z.B. Gießharztechnik, Carbon), Textilien, Leder oder auch Metall, die nur noch eingeschränkt funktionstüchtige Körperteile dabei Unterstützen ihre Funktion wieder ausführen zu können oder vorübergehend die Funktion einschränken bis der Körper wieder genesen ist.

Orthesen werden nicht fest am Körper angebracht, sondern sind jederzeit abnehmbar. Meist sind sie an den betreffenden Körperteilen mittels Gurten und Schnallen Fixiert.

Knieschiene, Kreuzband Ruptur Medi M 4
©Medi.de

So werden Orthesen zum Beispiel im Bereich der Muskelatrophie oder Muskeldystrophie, das heißt bei Muskelschwund, eingesetzt um den Extremitäten trotzdem ihre Bewegungsmöglichkeit und die nötige Sicherheit zu geben. Anders als Prothesen ersetzen Orthesen also nicht fehlende Körperteile und/oder übernehmen die Funktion ausgefallener Körperteile und Körperfunktionen, sondern Orthesen geben lediglich eine Hilfe in der Unterstützung der entsprechenden Funktion. Meist ist dies der Fall von nicht wiederherzustellenden, also irreversiblen, Körperfunktionen.

Auch dienen Orthesen dazu bei schlaffen Lähmungen oder Muskeldystrophie einen Längenausgleich bei verschiedenlangen Extremitäten (Beinen) vorzunehmen. In diesen Fällen allerdings ist der Unterschied zwischen Orthesen und Prothesen recht fließend. Es gibt somit eine ganze Reihe unterschiedlicher Orthesen die zur Behandlung unterschiedlicher körperlicher Leiden eingesetzt werden.
Eine bestimmte Form der Orthesen wird bei der Korrektur von Fehlstellungen oder Formfehlern des Körpers eingesetzt.
Handgelenksbandage, Rhizarthrose, Knieschiene, Daumensattelgelek

So gibt es fixierende Orthesen, die Formfehler des Körpers korrigieren und so die Funktionstüchtigkeit verbessern oder ruhigstellende Orthesen, die wohl am häufigste Form von Orthesen. Diese dienen dazu die Funktion von bestimmten Körperteilen bis zum Zeitpunkt der Genesung ruhigzustellen. So ist zum Beispiel eine Halskrause die nach einem Unfall eingesetzt wird eine ruhigstellende Orthese.

Weiterhin sehr häufig verwendet werden eine unterschiedliche Auswahl an Rückenkorsetten die im Fachbereich Rumpforthesen genannt werden. Diese unterteilt man in zwei verschiedenen Kategorien. So gibt es zum einen die passiven Rumpforthesen, die den Rücken des Patienten stützen und entlasten und so zum Heilungsprozess beitragen, und zum anderen gibt es die aktiven Rumpforthesen, die den Körper aktiv bei der Korrektur von Wirbelsäulendeformationen unterstützen sollen.

Hyperextensionsorthese, Medi 4 C
©Medi.de

Diese Art der Anwendung ist am sinnvollsten bei Kindern und Jugendlichen die sich noch im Wachstum befinden. Hier können durch entsprechende Orthesen Veränderungen der Körperhaltung erfolgen, so dass im Erwachsenenalter eventuell keine Therapien oder Behandlungen mehr erforderlich sind.

Sichelfußorthese
Zumeist beruht der Einsatz von Orthesen mit Korrekturfunktion auf der Anwendung des „
Dreipunktprinzips“ (Zwei Ansatzhauptpunkte und einen entgegengesetzt wirkenden Druckpunkt). Zum Beispiel bei Nachtschienen zur Korrektur von Klumpfüßen, Sichelfüßen oder Fehlstellungen im Kniegelenk bei Kleinkindern macht man sich dieses zunutze.

©Schein.de

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