Otik Counter  

Thum & Wilharm KG, Orthopädietechnik Hamburg
Das Becken

Das Kreuzbein (Os sacrum) setzt sich aus 5 miteinander verwachsenen Sakralwirbeln zusammen. Der 5. Lendenwirbelkörper und die letzte Bandscheibe sind keilförmig gestaltet. Dieser gegen das Kreuzbein „abknickender“ Bereich, der dem Menschen den aufrechten Gang ermöglicht, wird als Promontorium bezeichnet. Nach kaudal schließt sich das Steißbein (Os coccygis) an, bestehend aus den rudimentären 3-5 Steiß- bzw. Schwanzwirbeln.

Das Becken wird als Stützorgan aus folgenden Ringstrukturen gebildet:
Aus den beiden Hüftbeinen Ossa coxae und dem Kreuzbein Os sacrum. Der Beckengürtel ist fest mit der Wirbelsäule verbunden und die Lastaufnahme erfolgt über eine Gewölbestruktur. Während der Wachstumsphase sind die drei Knochen des Hüftbeines durch eine Synchondrose und danach durch eine Synostose fest verbunden. Den kaudalen Abschluss des Beckens bildet der Beckenboden, er besteht aus Bindegewebe und Muskelplatten, die achtförmig angeordnet sind. Die Hüftgelenkspfanne (Acetabulum), die den Oberschenkelkopf zu ⅔ umschließt und so knöchern führt, wird aus den drei Knochen des Hüftbeines gebildet (Y-Fuge). Die Gelenkfläche ist halbmond-kugel-förmig aufgebaut (Facies lunata, hyaliner Knorpel), wobei der obere Bereich zur Lastaufnahme breiter und stärker ist, als die seitlichen Bereiche. Der Boden der Gelenkpfanne (Fossa acetabuli), ist aufgeraut und mit Bindegewebe und Fett aufgefüllt. Getrennt werden die Bögen durch die Incisura acetabuli.
 
Das Os ilium (Darmbein), als obere Struktur, bildet das große Becken mit seinen Darmbeinschaufeln oder Darmbeinflügen. Das Os ilium unterteilt man in den Darmbeinflügel Ala ossis ilii und den Darmbeinkörper Corpus ossis ilii. Der Darmbeinkörper bildet den oberen Teil der Hüftpfanne. In der Darmbeinschaufel findet man die bogenförmige Linea arcuatum, die das große Becken vom kleinen trennen. Auf der Darmbeinschaufel verläuft die Crista iliaca, die vorn die Spina iliaca anterior superior und darunter die Spina iliaca anterior inferior als Ansatz des M. rectus femoris bildet. Hinten bildet sie die Spina iliaca posterior superior und inferior. An der Innenfläche der Darmbeinschaufel bildet die Fossa illiaca das Ursprungsfeld für den M. iliacus (einer der drei Köpfe des M. iliopsoas, A.: Trochanter minor femoris).

Das Os ischii (Sitzbein) bildet mit seinem Corpus ossis ischii ca. ⅔ der Hüftgelenkspfanne und ist von sehr festem Bau, der hinten medial in die Spina ischiadica ausläuft, die durch den aufrechten Gang so stark ausgezogen ist. Der Ramus ossis ischii umschließt rechtwinklig das Foramen obturatum und bildet in seinem Winkel das Tuber ischiadicum, worauf der Mensch beim sitzen ruht („darum auch Sitzbeinhöcker gell“!). Das Foramen obturatum wird durch eine bindegewebige Platte, die Membrana obturatoria verschlossen. Oberhalb des Tuber ischiadicum finden wir das Ursprungsgebiet der ischiocruralen Muskulatur (Os ischii: Sitzbein /crus, lat.: Schenkel) aus M. semimembranosus, M. semitendinosus und M. biceps femoris caput longum.
 Das Os pubis (Schambein ) bildet mit seinem Körper den vorderen Teil der Hüftpfanne, der obere Ast bildet im vorderen Bereich die Verbindung in der Symphysis pubuca mit den beiden Hüftbeinen. Die Schambeinfuge ist eine feste, aus einem faserknorpeligen Discus interpubis bestehende Verbindung der beiden Beckenhälften. Verstärkt durch kräftige Bänder dient die Symphyse kranial als Ansatzpunkt der Sehne des M. rectus abdominis. Diese Verbindung wird im Stand und beim Gehen des Menschen auf Zug und durch Scherkräfte belastet. Beim Liegen auf dem Rücken entsteht eine Druckbelastung.

Die hintere Verbindung des Beckenrings bildet das Articulationes sacroiliacae (Darmbeinfuge),welches wir auch als ISG bezeichnen (Iliosakral -Gelenk). Diese Amphiarthrose lässt nur eine federnde Bewegung zu. Die kräftigen Bänder Ligg. sacroiliaca interossea, posteriora u. anteriora sichern das Kreuzbein zusätzlich. Durch die Keilform wird das Os sacrum bei Belastung der WS fester fixiert. Dieses wird durch das Lig. iliolumbale wesentlich unterstützt. Weitere wichtige Bänder des Beckens sind das Ligamentum iliolumbale vom Darmbein zu den Rippenfortsätzen L4.L5., Lig. sacrotuberale von den Seitenrändern des Kreuz- und Steißbeines und dem Darmbein Spina iliaca superior posterior und inferior posterior flächenförmig zu dem Tuber ischiadicum. Lig. sacrospinale von den Seitenrändern des Kreuz- und Steißbeines zur Spina ischiadica, es liegt ventral vom Lig. sacrotuberale und verhindert mit ihm zusammen die Abkippung des Kreuzbeines nach ventral.

nach oben

Helmtherapie Prothesen Orthesen Podometrie Kopforthesen Korsette Rollstühle Fußversorgung Kompressionsstrümpfe Bandagen Reha-Technik Schuheinlagen
Spezial-Versorgung Standorte Wir über uns Links Medizin Babydorm

© carepoint Thum & Wilharm KG 2010 Alle Rechte vorbehalten.