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Achsen und Ebenen
A: Frontalebene B: Sagittalebene C: Transversalebene
1: longitudinale Achse 2: sagittale Achse 3: transversale Achse
Bewegungsrichtungen
Extension: Streckung des Rumpfes oder der Gliedmaßen
Flexion: Beugung des Rumpfes oder der Gliedmaßen
Abduktion: Wegführen der Gliedmaßen vom Rumpf in der Frontalebene
Adduktion: Heranführen der Gliedmaßen zum Rumpf in der Frontalebene
Elevation: Anhebung der oberen Extremität (bei Hebung des Armes über die Horizontale)
Depression: Herabdrücken einer Extremität
Rotation: Innen- oder Außendrehung einer Gliedmaße um die Längsachse der Gliedmaße
Anteversion: Vorschwingen,-pendeln bzw. Vorwenden vor die KörperachseRetroversion:Rückschwingen,-pendeln bzw. Rückbiegung hinter die Körperachse
Eversion: Auswärtsdrehung (Fuß)
Inversion: Einwärtsdrehung (Fuß)
Radialabduktion: Bewegung im Handgelenk in Richtung Radius
Ulnardeviation: Abweichung (der Phalangen) in Richtung Ulna
Ulnarabduktion: Bewegung im Handgelenk in Richtung Ulna
Deviation: Abweichung vom geraden Verlauf
Neutralnullmethode
Die Ausgangsstellung für die Messung der Gelenkbewegungen heißt Neutralnullstellung und entspricht der anatomischen Grundstellung. Diese Nullstellung der Gelenke liegt vor beim aufrechten Stand, wenn Arme und Beine gestreckt sind, beide Füße nach vorne gerichtet sind und die Hohlhände nach vorne zeigen. Die Winkelbezeichnung für den gestreckten Ellbogen oder die gestreckte Hüfte z.B. ist jetzt 0° (nicht mehr wie früher vielerorts 180°).
Die drei grundlegenden Bewegungsebenen
Die Bewegungen aller Gelenke werden in Beziehung gebracht zur Sagittalebene, Frontalebene und Transversalebene. Das Messen der Bewegung erfolgt entweder in einer dieser Ebenen oder parallel dazu. Entsprechend der Ebene, in der die Bewegung erfolgt, wird dem Bewegungsumfang der Buchstabe S, F oder T vorangesetzt. Eine Drehbewegung hingegen wird mit R (Rotation) bezeichnet.
Reihenfolge der Notierung
Alle Bewegungen werden mit drei Zahlen notiert. Bewegungen der Extension und solche, die vom Körper wegführen, werden zuerst, Bewegungen der Flexion und solche, die zum Körper hinführen, werden zuletzt notiert. Die mittlere Zahl ist gewöhnlich Null. Neigen des Kopfes oder der Wirbelsäule nach links wird an erster Stelle, die entsprechende Bewegung nach rechts wird an letzter Stelle notiert. Versteifungen (Ankylosen) oder bestimmte Stellungen eines Gelenkes werden mit nur zwei Zahlen notiert. (Nach Russe und Gerhardt).
Funktion der oberen Extremität
Die obere Extremität dient vorwiegend als Greif- und Tastorgan. Die Beweglichkeit nimmt von proximal nach distal zu, ebenso die Anzahl der Knochen und Gelenke. Das Schultergelenk erfährt durch das Zusammenwirken mit der Bewegung des Schultergürtels eine ausgiebige Bewegungsmöglichkeit. Schlüsselbein und Schulterblatt bilden eine verschiebare Basis, die nur über das innere Schlüsselbeingelenk am Brustkorb fixiert ist. Das Ellenbogengelenk gestattet neben der Beugung und Streckung auch eine Drehbewegung des Unterarms. Die Handgelenke ermöglichen der Hand die jeweils nötige Ausgangsposition einzunehmen. Ausführende Organe der Hand sind die Finger und der Daumen. Die in der Welt der Lebewesen einzigartige Opponierfähigkeit des Daumens ist dabei von großer Bedeutung. Ferner bietet das feingliedrige Bewegungsspiel der Hand die Grundlage der seelischen Ausdruckfähigkeit.
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