Abstützungspunkte am Körper für Orthesen
Abstützungen des Rumpfes in der Sagittalebene
1): (Os frontale) Frontale Anlage für Diadem -Stirn 2): (Os occipitale) Occipitale Anlage (Hinterhaupt-Aussparung protuberantia occipitalis) 3): Unterkiefer (Mandibula) Extension verursacht Kiefer- und Zahndeformitäten 4): sternale Anlage 5):Reklinationsbügel quer über dem oberen Anteil des Thorax oder 2 Bügel unterhalb der Schlüsselbeine neben dem Brustbein (so lateral wie möglich) 6): Skapula, Unterstützung durch dorsalen Gegendruck auf dem medialen Schulterblattanteil (medialer Rand = Margo medialis, Spitze = Angulus inferior) 7a): thorakale dorsale Anlage (zur Reklination Hypomochleon in der richtigen Höhe) 7b): lumbale dorsale Anlage bzw. Abstützung (Dornfortsätze freilegen) 7c): sacrale Anlage bzw. Abstützung am Kreuzbein (Os sacrum, Os coccygis) 8): abdominale Anlage intraabdominaller Druck = flächige Abstützung 9): Beckenkammprofilierung (Christa iliaca) Fundament
Abstützungen des Rumpfes in der Frontalebene
1): seitliche Kopfabstützung (gute Funktion, kosmetisch, na ja....) flächenhaft gestalten
2): laterale Thoraxabstützung, Verlauf der Rippen beachten
2a): Taille Abstützung
3): Becken Abstützung
4): Trochanter Abstützung
Reklination des oberen Thorax und am Schultergürtel (ventrale thorakale Abstützung)
Anordnung der Reklinationspelotten:
A): für den Rumpf
B): für den Schultergürtel
Ziel: -gutes Durchatmen -Pelottenfläche -Position!!!
Reklinationsmöglichkeiten des Thorax und des Schultergürtels
1: Sternale/Thorakale Anlage
1a: Widerlager unterhalb des Hypomochliums (Kyphose der BWS)
2: Anlage der Reklinations-/Derotations- pelotten zur: einseitigen Derotierung oder doppelseitigen Reklination (Fixation)
2a: Medialer Rand der Skapula als Anlage (wichtig bei der Skoliosenorthese)
Die Thorakalpelotten verhindern die Inklination der BWS/LWS und liegen auf dem Thorax flach auf. Sie enden 3 cm (2 OT-Finger!) unterhalb der Clavicula und sind zum Kehlkopf gerichtet.
Mohrheimsche Grube: -A. axillaris -V. axillaris -Plexus brachialis
Die Sternalpelotte beeinträchtigt die Armbewegungsmöglichkeiten nicht. Darüber hinaus erlaubt sie auch Bewegungen im Schultergürtel (auch Rotation der WS!) Die Pelotte endet etwa 3 cm unterhalb der Sternoclavikulargelenke, damit es im Sitzen nicht zu Druckbeschwerden kommt. Sie ist ein wirksames Element zur Korrektur in der Sagittalebene.
Die Reklinations-/Derotationspelotten
Wie schon auf der vorigen Seite erwähnt, führt diese Anlage zur einseitigen Derotierung oder doppelseitigen Reklination des Rumpfes. (Fixation)
Bei Derotation: -Aufdehnung des verkürzten M. pectoralis durch die kleine „Nase“ -Anstützung des medialen Anteil des Humeruskopfes
Laterale Abstützung
Die Achselgestaltung entspricht den anatomischen Gegebenheiten, mit der Zielsetzung, die vaskuläre- und neurologische Versorgung des Armes nicht zu beeinträchtigen. Kantenverlauf:dem Thoraxverlauf konvex folgend, axillar konkav!
Die Beckenkämme (Profilierung der Christa iliaka) ca. auf Höhe von LWK 3/4 bilden „das Fundament“ der starren Korsettversorgung (bei Fixation und Korrektur). Als Anlagepunkt für unser „orthopädisches Dreipunktprinzip“ ein wichtiger Bereich (z.B. bei Skoliosen schon beim Gipsabdruck zu beachten!!!)
Modellieren: horizontal nicht einwärts, beim Erwachsenen die Taille nicht nach hinten unten ziehen (Nieren)!!!
Die Trochanterfassung/-abstützung, auch wieder als Anlagepunkt für unser „orthopädisches Dreipunktprinzip“ gegen den Überhang sehr effektiv!
1.Trochanter frei = > keine seitliche Einschränkung der Hüftgelenke
2. bei Fixation = Trochanter „angreifend“ > seitliche Einschränkungen
3. bei Korrektur = Trochanter übergreifend > seitliche Einschränkungen
Dorsale caudale Abstützung -Glutealanlage
Durch die flächenhafte Anlage am lateralen Ansatz der großen Glutäen wird die Rotationsbewegung im Zusammenwirken mit der spinenumgreifenden ventralen Fassung verringert (halbes Sechseck).
Kreuzbeinabstützung zur Entlor-dosierung, ohne Beeinflussung der Seitneigung
Abstand bei einem starren Korsett von der Unterlage ca. 3cm, bei Drellmiedern kann der Po mehr eingefasst werden (bei Frauen mehr als bei Männern), dann aber zum umschlagen bzw. hochklappen für den Toilettengang oder Klettverschluss.
Pelotten
A: Überbrückungspelotte = Delordosierung und Verbesserung der Statik, Abstützung am thorakolumbalen Übergang und am Kreuzbein B: Kreuzbeinlendenpelotte = Entlastung des lumbosakralen Überganges, von Mitte Kreuzbein bis zum 4. Lendenwirbel C: Kreuzbeinpelotte = Vergrößerung der Druckaufnahmefläche im sakralen Bereich (propriozeptiv)
Ventrale abdominale Abstützung: Leibteil
A: Fehlfunktion des Leibteils B: Das Leibteil soll das Abdomen von vorn unten anheben, die Form des Drellteils muss das Abdomen vom Volumen aufnehmen können. C: Ein Umschlagen des distalen Randes wird vermieden, wenn dieser ca. 2 cm proximal der Symphyse endet.
-elastisch -Stoff -starr
Dorsaler kranialer Abschluss:
Wenn bei Korsett-/ Miederversorgungen die Schulterblätter frei bleiben sollen, muss der Abstand der Kante ca. 2-3cm betragen, damit die Armbeweglichkeit nicht eingeschränkt wird!
Bei der Derotation des Schultergürtels von dorsal durch ein starres Korsett, soll die mediale Kante des betroffenen Schulterblattes zum Thorax geführt werden – gleichzeitig wird durch die Derotationspelotte Druck auf den Schulterbereich von ventral ausgeübt.
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